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Coercion as creative mechanism in compositional interpretation (Projekt B01, SFB 1646)

Institution:

Arbeitsbereich Sprachentwicklung / Sonderpädagogik

Principal Investigator:

Prof. Dr. Oliver Bott (Universität Bielefeld)

Prof. Dr. Jens Michaelis (Universität Bielefeld)

Research Team:

Natalja S. Peiseler (Universität Bielefeld)

Panagiota Rassia (Universität Bielefeld)

Funding:

DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

SFB 1646: Sprachliche Kreativität in der Kommunikation

SFB 1646: Sprachliche Kreativität in der Kommunikation
Image Credit: SFB 1646, Universität Bielefeld, https://www.uni-bielefeld.de/sfb/sfb1646/index.xml

Das Projekt untersucht flexible Bedeutungsanpassungen bei der inkrementellen Interpretation am Beispiel des sogenannten Complement Coercion. Zentrale Frage ist, ob Complement Coercion als integraler Bestandteil der Komposition angesehen werden sollte oder ob es mit (kreativen) Reparaturmechanismen einhergeht, die unsere sprachliche Produktivität erweitern.

Das Teilprojekt des SFB 1646 "Sprachliche Kreativität in der Kommunikation" beschäftigt sich mit flexibler Bedeutungsanpassung bei der inkrementellen, kompositionalen Interpretation. Uns interessieren insbesondere potentielle kompositionale Mismatches, wie sie für Complement Coercion beobachtet werden können, wo etwa "ein Buch beginnen" als "beginnen, ein Buch zu lesen" oder "… zu schreiben" interpretiert werden kann. Involviert die inkrementelle Interpretation solcher Mismatches gewöhnliche kompositionale Prozesse oder kommen kreative Reparaturmechanismen zum Einsatz? Das Projekt bringt semantische und pragmatische Experimente in Produktion und beim Verstehen (unter Anwendung von Eyetracking beim Lesen) mit formaler Bedeutungsmodellierung von lexikalisch-semantischer Komposition zusammen.